STATUS
- ENTWURFSJAHR
1982
- DESIGNER
- Jean-Marc da Costa
- BAUZEIT
1985–1998
- STÜCKZAHL
ca. 1450
- Farben
Silber oder Schwarz (eloxiert) oder Weiß (pulverbeschichtet), später Silber oder Schwarz (pulverbeschichtet)
- Material
Aluminiumblech (1,5 mm); Aluminium-Flachprofi l (50 × 6 mm); Aluminium-Rundrohr (9 × 1 mm); Aluminium-Stucco-Blech (0,8 mm); Sockel aus Marmor (Nero Marquina) oder Granit (Nero Assoluto), später Terrazzoguss in Schwarz / Weiß, Weiß / Schwarz, Rosa oder Bunt, zuletzt Stahlguss in Schwarz oder Silber (pulverbeschichtet)
- Technologien
Stanz- und Biegeteile aus Aluminiumblech, Fräs- und Biegeteile aus Aluminium- Flachprofil mit eingeklebtem Aluminium-Rohr
- Größen
STATUS: Breite / Tiefe / Höhe 370 × 250 × 2000 mm
STATUS Wand (kurz): Breite / Tiefe / Höhe 370 × 340 × 380 mm
STATUS Wand (lang): Breite / Tiefe / Höhe 370 × 440 × 440 mm
- Versionen
STATUS, STATUS Wand (kurz), STATUS Wand (lang)
- Einführungspreis
STATUS: 1.480 DM, STATUS Wand: ab 475 DM
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe in 200, 300 oder 500 W / R7s
max. 500 W / R7s Halogenglühlampe bei Stehleuchte
max. 300 W / R7s Halogenglühlampe bei Wandleuchte
- Licht
indirekt über Decke und Wand
- Regelung
Stehleuchte über Schnurzwischendimmer, Wandleuchte über externen Dimmer
- Besonderheiten
Studienarbeit, später Serienfertigung
Kritik in Leuchtenform
In den 1970er- und 1980er-Jahren boten designorientierte Frankfurter Einrichtungshäuser vor allem italienische Leuchten an – etwa von Joe Colombo –, die mit wertvollen Materialien wie Marmor oder Chrom sichtbaren Wohlstand verkörperten. Jean-Marc entwarf während seines Studiums eine formalästhetisch einfache Leuchte, die bewusst mit der dünkelhaften Symbolik vieler Designklassiker spielte. Der Entwurf, der in den Fluren der Hochschule ausgestellt wurde, fiel auch Manfred auf, der in einem anderen Semester studierte und mit Jean-Marc in Kontakt trat – der Beginn der Zusammenarbeit zwischen den beiden Gründern. Für die geplante Kleinserie der Stehleuchte suchten sie nach einem Zulieferer für etwa 30 bis 50 Marmorsockel. In den Steinbrüchen von Carrara, wo sie „den besten Cappuccino unseres Lebens“ tranken, fanden sie einen Lieferanten, der unter seinem Glastisch Berge von Geldscheinen hortete. Die Leuchte sollte nur aus wenigen Biegeelementen gefertigt sein, einfach zu produzieren und eine architektonische Anmutung aufweisen, gleichzeitig aber durch den wertvollen Sockel und den lateinischen Namen ironisch die Vorstellungen von Distinktion und Luxus aufgreifen. Der Verkaufspreis der Leuchte lag anfangs über 1.000 DM, wurde jedoch – etwa über den Einrichtungsverband „Creative Inneneinrichter“ – gut verkauft. Bei späteren Auflagen wurde das bruchanfällige Naturmaterial des Sockels – Granit oder Marmor – durch Terrazzo oder Metallguss ersetzt.
VENTILATOR
- ENTWURFSJAHR
1982
- DESIGNER
- Manfred Wolf
- BAUZEIT
1992–2013
- STÜCKZAHL
ca. 550
- Farben
vernickelt, klar lackiert
- Material
Rundstahl (3 und 5 mm), Stahlrohr (60 × 1 und 40 × 1 mm), Flachstahl (1 mm); Flügelbespannung: transparente PVC-Folie; Motor: Aluminiumsandguss (roh, klar lackiert)
- Technologien
Frästeile (gebohrt) mit Rundstahl-Biegeteilen (hartverlötet), Rundstahl- Zuschnitte (widerstandsverschweißt), Trafogehäuse aus Stanz- und Biegeteilen, Stahlblech (1 und 1,5 mm)
- Größen
Ø 1200 mm / Längen 430, 530, 730 mm
- Versionen
VENTILATOR
- Einführungspreis
1.800 DM
- Licht
leuchtet nicht
- Regelung
über 3-Stufen-Stelltransformator (elektronische Drehzahlregelung nicht möglich)
- Besonderheiten
Studienarbeit, später Serienfertigung
Leistung: 1. Stufe (150 W): 200 UpM, 2. Stufe (100 W): 120 UpM, 3. Stufe (70 W): 60 UpM, ohne Stelltransformator entsprechend Stufe 1
Luftiges Hightech
Während seines Designstudiums schmückte Manfreds Zimmer ein Deckenventilator, der für ihn die Weltläufi gkeit aus Filmklassikern wie Casablanca verkörperte. Parallel zur STATUS entwarf er deshalb im dritten Semester bei Prof. Bernhard E. Bürdek einen eigenen Ventilator. Mit seinem sichtbaren Motor und den offenen Metallstreben ist der Entwurf ein typischer Vertreter des Hightech-Looks der 1980er-Jahre, wie ihn die Wohnzeitschriften jener Zeit mit Bildern aus New Yorker Lofts, Industrieregalen und Metallspinden propagierten. Manfred verwendete industriell gefertigte Halbzeuge wie Rundstäbe und Flachstahl. Diese wurden – etwa bei den Flügeln –
widerstandsverschweißt, wie man es von Einkaufswagen kennt. Der Käfig um den eigens entworfenen Motor wurde hartverlötet, bevor alle Teile anschließend im Nickelbad der väterlichen Galvanik landeten. Auf Wunsch seines Professors entwarf Manfred Varianten in Libellen- oder Schmetterlingsform, deren verspielte Anmutung für ihn jedoch von Anfang an völlig indiskutabel war. Mit seiner betont industriellen Ästhetik und der offen sichtbaren Konstruktion wurde VENTILATOR zu einer Inspiration für spätere Entwürfe, etwa der LIFT. Der Ventilator von 1982 blieb zwar nicht der einzige seiner Art, aber das einzige Nicht-Leuchten-Produkt im Programm des Unternehmens, das damals noch den Namen „serien leuchten. mobiliar“ trug.
QUADRAT
- ENTWURFSJAHR
1983
- DESIGNER
- Manfred Wolf
- BAUZEIT
1985–1993
- STÜCKZAHL
ca. 720
- Farben
Anthrazit, Schwarz oder Weiß (thermolackiert), später in Schwarz (pulverbeschichtet)
- Material
Rundstahl (3 mm); vorverzinktes Stahlblech für Blenden und Baldachin (0,5 mm); spezielles, doppelt ummanteltes einadriges Kabel (Lahnlitze) in Schwarz
- Technologien
gesteckt, schraubenlos, widerstandsverschweißt, hartverlötet, zwei Vorschaltgeräte (vorverzinkt), Nasslack
- Größen
Breite / Tiefe 500 × 500 mm / Länge max. 2700 mm
- Versionen
QUADRAT
- Einführungspreis
780 DM
- Leuchtmittel
4 × Leuchtstoffröhren T5 8 W / G5
- Licht
direkt nach unten durch Opakglas
- Regelung
über speziellen externen Leuchtstofflampen-Dimmer
- Besonderheiten
Studienarbeit, später Serienfertigung
- Awards
Design Center Stuttgart (Auswahl, 1988)
Lichtkonturen aus Streben und Stahlblech
QUADRAT wurde von Manfred 1983 zunächst als Semesterarbeit entworfen und ging erst zwei Jahre später in Kleinserienproduktion. Seine Form ergibt sich aus der logischen Anordnung von vier 16-Millimeter-Leuchtstofflampen, die für den Einsatz als Pendelleuchte über dem Tisch als Quadrat angeordnet werden. Sie geben die quadratische Form des Leuchtenkopfs und den Namen der Leuchte vor. Die offene Struktur aus verschweißten und gelöteten Stahlstreben scheint das Volumen eines klassischen Lampenschirms in seine Konturen aufzulösen. Nur dort, wo die Leuchtmittel abgeschirmt werden müssen, schließen Flächen aus gekantetem Stahlblech die Form, die komplett ohne Schrauben lediglich auf die Rahmenstruktur aufgesteckt werden. Auch die vier in der Mitte zusammengefassten, zum Baldachin laufenden Kabel ergeben sich aus der praktischen Funktion, da für die Elektrifizierung der Leuchte mit ihren zwei Betriebsgeräten tatsächlich vier Kabel erforderlich sind. Es entsteht eine konstruktionsbetonte und dennoch grazil und grafisch anmutende Form, die an Drahtmöbel der 1950er-Jahre – etwa von Herta-Maria Witzemann – denken lässt, aber auch Bezüge zum japanischen Design aufweist. Gemeinsam mit LIFT, REFLEX, BASIS, STATUS und STATUS Wand zählt QUADRAT zu den ersten Leuchtenentwürfen, die Manfred und Jean-Marc in Kleinserien von jeweils rund dreißig Exemplaren fertigten und als erste Produkte von serien auf den Markt brachten.
LIFT
- ENTWURFSJAHR
1983
- DESIGNER
- Jean-Marc da Costa
- BAUZEIT
1985–2007
- STÜCKZAHL
ca. 5.250
- Farben
Gestell: Glanz- oder Mattnickel
Schirme: Schwarz, Weiß, Blau, Gelb oder Rosa (innen immer weiß)
- Material
Rundstahl (5 mm), Flachstahl (3 × 12 mm), Stahlblech (1 mm), Lochblech (1 mm)
- Technologien
Flachstahl (gefräst und gebohrt); Automatendrehteile, Stanz- und Blechbiegeteile (widerstandsverschweißt und hartgelötet)
- Größen
Längen 900–1450 mm / 1150–1950 mm / 1350–2300 mm
- Versionen
LIFT, LIFT Halogen, Duo LIFT, Duo LIFT Halogen
- Einführungspreis
530 DM
- Leuchtmittel
Leuchtstoff-Version: 2 × 9 W / G23 mit einem Vorschaltgerät (KVG) Halogen-Version: 2 × 35 W / G4 Niedervolthalogenglühlampe (12 V) mit elektronischem Trafo
- Licht
nach unten direkt, nach oben diffus durch Lochblech
- Regelung
Leuchtstoff-Version: an / aus
Halogen-Version: über externen Niedervolthalogen-Dimmer
- Verstellbarkeit
stufenlos höhenverstellbares Teleskopgestell
- Besonderheiten
2 × 9 W in Reihenschaltung an konventionellem Vorschaltgerät (KVG zunächst ohne eigene Lackierung, später schwarz)
- Sammlungen
Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main (1996)
Vitra Design Museum, Weil am Rhein (1996)
- Awards
Design Center Stuttgart (Auswahl, 1988)
Technik-Statement in Minimalform
Jean-Marc war begeistert von der Werkstatt in der Firma von Manfreds Vater, sodass die beiden den Prototypenbau von der Hochschule nach Rodgau verlagerten. Die dort vorhandenen Metallstäbe boten ihnen das Ausgangsmaterial für die Bearbeitung mit den Stanz- und Biegewerkzeugen und ermöglichten die befriedigende Erfahrung, in einer halben Stunde zweihundert Einzelteile selbst herstellen zu können. LIFT wurde zunächst als Semesterarbeit an der Hochschule entwickelt. Die Schnittwerkzeuge für die Kleinserienfertigung bauten die beiden eigenhändig in Rodgau. Der Leuchtenkopf entstand aus einem schmalen Rahmen, der zwei der damals innovativen PL9-Kompaktleuchtstofflampen umschloss, die sich über ein Vorschaltgerät betreiben ließen. Der Verstellmechanismus besteht aus sichtbaren Halbzeugen, die Verstellbarkeit wird zusätzlich durch ein Spiralkabel visualisiert. Das offene Zeigen der Technik und Mechanik sowie die Entstehung aus dem Leuchtmittel heraus erinnern an Klassiker wie die Toio von Achille und Pier Giacomo Castiglioni oder die Daphine von Tommaso Cimini. Der Prototyp der LIFT zitierte mit gelben Blenden den Farbkontrast weißer Häuser mit bunten Holztüren, von dem Jean-Marc in Griechenland begeistert war. Der Entwurf bot eine einfache Lichtverteilung und begrenzte Einsatzmöglichkeiten, traf jedoch einen Nerv: Das Frankfurter Lokal Kabuki hängte eine Leuchte über jeden Tisch und der Hessische Rundfunk filmte für einen Fernsehbericht über die Newcomer aus Rodgau im Kölner Restaurant Stadtgarten, das serien während der Möbelmesse angemietet und über dem Tresen mit der LIFT ausgestattet hatte. Über zwanzig Jahre wurde die Leuchte von Manfred selbst zusammengelötet. Heute gilt LIFT als überzeugende Vertreterin des Hightech-Looks der 1980er-Jahre und wird auf Vintage-Plattformen als Sammlerstück gehandelt.
BASIS
- ENTWURFSJAHR
1984
- DESIGNER
- Jean-Marc da Costa
- BAUZEIT
1985–2013
- STÜCKZAHL
ca. 11.700
- Farben
Schwarz, Silber oder Rot (eloxiert) bzw. Weiß (pulverbeschichtet), später nur in Schwarz, Silber, Weiß oder Aluminium (poliert)
- Material
Aluminium (1,5 mm), Stahl (1,5 mm, Sockel), Stahl (1,2 mm, Lamellen am Kopf),
Stahl (Automatendrehteile)
- Technologien
Stanz- und Biegewerkzeuge für Aluminium- und Stahlblech, Automatendrehteile
- Größen
BASIS: Breite / Tiefe / Höhe 200 × 200 × 1900 mm
BASIS Wand: Breite / Tiefe / Höhe 290 × 200 × 50 mm
BASIS Decke: Breite / Tiefe 750 × 200 mm / Länge: 770 mm
- Versionen
BASIS, BASIS Master, BASIS HIT, BASIS Wand, BASIS Wand HIT, BASIS Decke
- Einführungspreis
BASIS: 1.170 DM, BASIS Wand: 580 DM, BASIS Decke: 980 DM
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe in 200, 300 oder 500 W / R7s
HIT-Metallhalogendampfl ampe 70 W / RX7s
- Licht
indirekt über Decke und Wand, diffus durch seitliche Lamellen
- Regelung
über im Sockel integrierten Dimmer, extern dimmbar bei BASIS Wand bzw. nur schaltbar bei HIT-Ausführung
- Besonderheiten
BASIS Decke mit eckigem oder konischem Baldachin
- Sammlungen
Design Center Stuttgart (Auswahl, 1988)
Vitra Design Museum, Weil am Rhein (1996)
Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main (1996)
Die Neue Sammlung – The Design Museum, München (1999)
Repräsentationsobjekt aus Halbzeugen
Die Leuchten der BASIS-Familie greifen die additive Formalästhetik der REFLEX und deren schichtartig aus Halbzeugen aufgebauten Leuchtenkopf auf (siehe S. 84). Sie verfügen jedoch über keine eigene Reflektorfläche und werden deshalb als eigenständige Produktfamilie geführt. Erst über die Reflexion an Decke oder Wand sorgen sie für indirektes Licht und stehen damit den vertrauten Formen von Deckenflutern oder Wandleuchten nahe, die bereits während des Art déco erfolgreich waren. Als moderne Neuinterpretationen dieser repräsentativen Leuchtenformen fanden die BASIS-Leuchten ihren Weg auch in stärker statusorientierte Kontexte, etwa in die Vorstandsbüros großer Unternehmen. So erinnern sich Manfred und Jean-Marc an ein Foto der BASIS im Büro des Konzernchefs Dr. Arend Oetker, auf das sie damals in einer Reportage stießen: Ihr bewusst technikbetonter und serieller Entwurf aus Halbzeugen war zu einem zeitgenössischen Statussymbol und einem Repräsentationsobjekt für CEOs geworden.
REFLEX
- ENTWURFSJAHR
1984
- DESIGNER
- Jean-Marc da Costa
- BAUZEIT
1985–2013
- STÜCKZAHL
ca. 18.600
- Farben
Weiß, Hellelfenbein, Silber (eloxiert) oder Aluminium (poliert); Rohre zunächst in Weiß, Hellelfenbein oder Silber (eloxiert), später nur weiß oder verchromt
- Material
Aluminium-Tafelblech (1,5 mm); Rohre zunächst aus Aluminium (8 × 1 mm) zum Stecken, später aus Stahl (8 × 1 mm) mit Gewinde zum Anschrauben
- Technologien
Stanz- und Biegeteile aus Aluminium- und Stahlblech; Rundstahl (Automatendrehteile) zunächst hartverlötet mit Blechhülsen, später nur Drehteile mit Innengewinden
- Größen
Breite / Tiefe 400 × 400 mm / Längen 350, 500, 770, 950 mm
- Versionen
REFLEX, REFLEX Plus, REFLEX Master, REFLEX HIT, REFLEX Power HIT
- Einführungspreis
536 DM
- Leuchtmittel
QT-Halogenglühlampe in 200, 300 oder 500 W / R7
HIT-Metallhalogendampfl ampe 70 oder 150 W / RX7s
- Licht
nach oben gestreut, indirekt über Deckenrefl ektor und Decke
- Regelung
empfohlen über externen Dimmer
- Awards
Design Center Stuttgart (Auswahl, 1988)
Lichtidee aus dem Zelt
Auf der Mailänder Leuchtenschau Euroluce, die Jean-Marc und Manfred in den frühen 1980er-Jahren Stand für Stand akribisch besichtigten, beschäftigte die beiden besonders der Messestand eines italienischen Herstellers: In Glasröhren montierte, 300 Watt starke Hochvolt-Halogenlampen erleuchteten den Raum strahlend hell, aber auch gänzlich unabgeschirmt. Während ihres Aufenthalts übernachteten die beiden in einem Zelt am nahe gelegenen Lago di Pusiano. In seinem Schlafsack dachte Jean-Marc über eine Reaktion auf diesen Messestand nach – und entwarf REFLEX. Der Entwurf verband Metallverarbeitung und Flächengestaltung mit den Hochvolt-Halogenlampen, die für die frühen serien-Entwürfe prägend werden sollten. REFLEX schirmt das Leuchtmittel nach unten hin ab und streut das Licht erst über die namensgebende Reflexion an einer eigenen Reflektorfläche in den Raum. Aus verbundenen Formblechen entsteht eine Leuchte mit zeittypischer Hightech-Ästhetik. Sie verbindet Prinzipien der Moderne – wie das Offenlegen der Konstruktion und die Verwendung industriell gefertigter Halbzeuge – mit einer postmodernen Anmutung, die einen allzu rigiden Funktionalismus bewusst konterkariert und spielerisch mit historischen Zitaten von Repräsentation umgeht. Die Idee aus dem Zelt wurde zum Ausgangspunkt für eine ganze Produktfamilie mit Decken-, Steh-, Wand- und Pendelleuchten, die jahrelang zu den erfolgreichsten serien-Produkten zählten. REFLEX gilt heute als einer der wegweisenden Entwürfe der Marke und fand Eingang in die Sammlungen zahlreicher Designmuseen.
FLUOR
- ENTWURFSJAHR
1985
- DESIGNER
- Carlos Castellanos
- BAUZEIT
1986–2000
- STÜCKZAHL
ca. 1.680
- Farben
Weiß / Silber oder Schwarz / Schwarz; Acrylglas in Weiß oder Blau
- Material
System I: Leuchtschirm aus weißem oder blauem Acrylglas (innen weiß siebbedruckt)
System II: nur weißes Acrylglas
- Technologien
System I: Aluminium-Strangpressprofi le (in Silber oder Schwarz eloxiert); Abdeckblechevaus gestanzten Aluminium-Blechbiegeteilen (weiß oder schwarz pulverbeschichtet)
System II: Technikkörper fl ach und lang; Blechbiegeteile und Aluminium-Strangpressprofile in Silber oder Schwarz eloxiert
- Größen
Breite ab 590 mm
- Versionen
System I (an Decke oder Rohr):
FLUOR I-18, FLUOR I-24, FLUOR I-36, FLUOR I-24 / 36, FLUOR I-24 / 36
System II (an Stahlseil):
FLUOR II-24, FLUOR II-36, FLUOR II-24 / 36 / 2K, FLUOR II-36 / 55 / 2K,
FLUOR II-24 / 36 / 3K, FLUOR II-36 / 55 / 3K
- Einführungspreis
ab 856 DM
- Leuchtmittel
Kompaktleuchtstofflampe TC-L 18 / 24 / 36 / 55 W / 2G11 (Außenschirme)
Leuchtstoffröhre T8 18 / 30 / 36 / 58 W / G13 (Innenschirme)
- Licht
direkt durch opakes Acrylglas, indirekt über Decke
- Regelung
System I: über KVG-Dimmer
System II: über KVG- bzw. EVG-Dimmer
- Besonderheiten
erste Leuchte von externem Designer
- Sammlungen
Design Center Baden-Württemberg, Stuttgart (FLUOR I)
Postmoderne Dreiecke
Carlos Castellanos (†), ein guter Freund und Studienkollege von Jean-Marc, war der erste externe Designer, der für serien entwarf – und mit dem ersten Tantiemen-Vertrag zum Türöffner für spätere Kollaborationen wurde. Für FLUOR setzte er speziell gefertigte Aluminium-Strangpressprofile für das Gehäuse und den Leuchtenschirm ein. Der Entwurf aus großen Dreiecken ist als Systemleuchte konzipiert, bei der mehrere Leuchtkörper mit blauen oder weißen Schirmen hintereinander montiert werden können. Bei der Aneinanderreihung mehrerer Dreieckskörper kombinierte Carlos zweiseitig gesockelte Leuchtstoffröhren in den Zwischenstücken mit einseitig gesockelten Kompaktleuchtstofflampen in den Flügeln. Für die Verbindung der Elemente entwickelte er als besonders versierter Konstrukteur eine ausgeklügelte Technik. FLUOR konnte als Pendelleuchte eingesetzt werden, wurde jedoch in den meisten Fällen direkt an die Decke montiert. Mit ihren volumenbetonten Dreiecksformen und der markanten Farbgebung in Schwarz und Blau ist FLUOR eine typische Vertreterin der Postmoderne. In einer späteren Version wurde der anfangs voluminöse Dreieckskörper verschlankt. Carlos arbeitete viele Jahre für serien, vor allem als Experte für Konstruktion, setzte aber nur FLUOR als eigenen Entwurf um. Die Systemleuchte wurde 1987 im Kölner Restaurant Stadtgarten präsentiert und sorgte in einem Fernsehbericht für die Meldung, dass das junge Unternehmen serien nun sogar schon andere Newcomer fördere.
KORONA
- ENTWURFSJAHR
1988
- DESIGNER
- Manfred Wolf
- BAUZEIT
1992–1998
- STÜCKZAHL
ca. 350
- Farben
vernickelt, später verchromt
- Material
Glasscheibe (beidseitig sandgestrahlt), Schirme, Gabel und Abhängung aus Messing (vernickelt bzw. verchromt)
- Technologien
Messingrohre auf Gehrung (hartverlötet); Schirme und Baldachin: Drückteile aus
Messing; Innenrefl ektoren: Drückteile aus Aluminium
- Größen
Breite / Tiefe 600 × 450 mm / Länge 950–1500 mm
- Versionen
KORONA, KORONA Element
Kaskadenhängung möglich
- Einführungspreis
1.980 DM
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe, max. 2 × 150 W / E27
- Licht
direkt und indirekt über Alurefl ektoren und Glasscheibe, rundum blendfrei
- Regelung
empfohlen über externen Dimmer
- Besonderheiten
Vorserie von 8 Stück für den Neubau der Synagoge Darmstadt mit speziellen Projektor-Leuchtmitteln; Schirm noch etwas kleiner und wie alle Metallteile vernickelt, bei späterer Serienfertigung dann alles verchromt
Gong für den Gemeindesaal
Beim Entwurf der KORONA, die als Sonderanfertigung für die Darmstädter Synagoge entstand, stand die Idee einer vollkommen blendfreien Raumbeleuchtung im Vordergrund. Aus keiner Richtung und von keinem Standort aus sollte das Leuchtmittel sichtbar sein – ein Prinzip, das in der Geschichte des Leuchtendesigns immer wieder als Herausforderung galt und beispielsweise für die Entwürfe von Poul Henningsen charakteristisch war. Manfred gestaltete die Pendelleuchte zunächst als Einzelleuchte, entwickelte sie später jedoch für eine Kaskadenhängung weiter. Die Glaselemente werden von einer Konstruktion aus hartgelöteten und verchromten Messingrohren gehalten. Mit ihren Scheibenelementen und der Halterung erinnert KORONA an ein Rad mit Radgabel, wurde von manchen aber auch als Gong aus Ben Hur bezeichnet – obwohl dieser im Film nur zu hören, aber nicht zu sehen war. Die acht KORONA-Pendelleuchten, die 1988 im Gemeindesaal der Synagoge installiert wurden, hängen dort noch heute. 2025 wurden sie mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet.
PAX
- ENTWURFSJAHR
1989
- DESIGNER
- Manfred Wolf
- BAUZEIT
1990–2000
- STÜCKZAHL
ca. 1.200
- Farben
opales Glas, vernickelte Stahlteile
- Material
Leuchtenkörper: Verbundglas mit opaler Folie (VSG); Sockel, Rohre und Fassungshalter: Stahl (poliert, vernickelt und klarlackiert)
- Technologien
Stanz- und Blechbiegeteile aus 1 mm Stahlblech, Glaszuschnitte UV-verklebt
- Größen
PAX: Breite / Tiefe / Höhe 280 × 280 × 1900 mm
PAX Decke: Breite / Tiefe 166 × 166 mm / Länge 400–2600 mm
PAX Wand: Breite / Tiefe / Höhe 166 × 120 × 295 mm
- Versionen
PAX, PAX Decke, PAX Wand
- Einführungspreis
PAX: 1.850 DM, PAX Decke: 890 DM, PAX Wand: 580 DM
- Leuchtmittel
PAX, PAX Decke: Spiralglühlampen, 4 × 35 W / E27
PAX Wand: Spiralglühlampen, 2 × 35 W / E27
- Licht
frei abstrahlend, blendfrei durch lang gewendelten Glühfaden
- Regelung
Schalter im Sockel bei Stehleuchte
extern dimmbar bei Wand- und Pendelleuchte
- Besonderheiten
ursprünglicher Entwurf war die Wand-Version in mattiertem Aluminium für den
Parkfriedhof Heiligenstock in Bad Vilbel (dort nicht realisiert)
Sakrale Symmetrie als Bühne für ein Leuchtmittel
Die Leuchtenfamilie PAX entstand aus einem Entwurf, den der Architekt Prof. Dr. h. c. Max Bächer ursprünglich als Wandleuchte für die Aufbahrungsräume und Katakomben des Frankfurter Parkfriedhofs Heiligenstock konzipiert hatte und für deren Umsetzung er serien hinzuzog. In der Ursprungsversion sollten sichtbare Filamentlampen schachtelartig von Aluminiumflächen eingefasst werden. Nachdem Bächers Entwurf für das Friedhofsprojekt nicht realisiert worden war, entwickelte Manfred daraus das PAX-Leuchtenprogramm für serien. Er ersetzte die Aluminiumflächen durch Verbundsicherheitsglas, das mittels UV-Kleber verbunden wurde. Alle Metallteile wurden vernickelt und klarlackiert. Die Produktfamilie wurde um eine Pendelleuchte und eine Stehleuchte erweitert, deren Verklebung eine eigens entwickelte Vorrichtung mit UV-Licht erforderte. PAX zitiert mit den Filamentlampen die Ästhetik der klassischen Glühfadenlampe und schafft mit seinen Glasflächen eine Bühne für die offen sichtbaren Leuchtmittel. Durch die paarweise Anordnung der Lampen, die Betonung der Vertikalen und die kreuzförmige Anordnung der Glasflächen bei der Stehleuchte entsteht eine betont würdevolle und kontemplative Anmutung, wie sie schon für den ursprünglichen Einsatzort angedacht war.
UNIT
- ENTWURFSJAHR
1989
- DESIGNER
- Manfred Wolf
- BAUZEIT
1989–1998
- STÜCKZAHL
ca. 1.700
- Farben
Schwarz oder Silber (eloxiert) oder Weiß (pulverbeschichtet), später Schwarz, Weiß oder Silber (pulverbeschichtet)
- Material
Aluminiumblech (1,5 mm), Stahlrohr (8 × 1 mm); Bodenplatte: Stahlblech (4 mm)
- Technologien
Stanz- und Biegeteile (widerstandsverschweißt), Automatendrehteile aus Stahl
- Größen
UNIT: Breite / Tiefe 230 × 230 mm / Länge 1970 mm
UNIT Wand (kurz): Breite / Tiefe / Höhe 220 × 250 × 280 mm
UNIT Wand (lang): Breite / Tiefe / Höhe 220 × 340 × 390 mm
UNIT Tisch: Breite / Tiefe / Höhe 220 × 400 × 350 mm
- Versionen
UNIT, UNIT Wand, UNIT Tisch
- Einführungspreis
UNIT: 980 DM, UNIT Wand: ab 490 DM, UNIT Tisch (ohne Dimmer): 648 DM,
UNIT Tisch (mit Dimmer): 720 DM
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe, max. 100, 150 oder 250 W / R7s
- Licht
indirekt durch drehbaren Refl ektor über Wand und Decke, Abstrahlwinkel verstellbar
- Regelung
bei Wandversion über externen Dimmer bzw. im Wandhalter integrierten Dimmer,
baugleich mit Tischleuchte; bei Stehleuchte über integrierten Dimmer im Sockel
Modifikationen mit Metallvisier
Für den Entwurf der UNIT kombinierte Manfred vernickelte Stabelemente aus früheren serien-Produkten mit einem eloxierten oder pulverbeschichteten, abgekanteten Metallblech, das den zylindrischen Lampenkopf mit der R7s-Halogenstablampe umfasst. Die markante Metallfläche mit den fünf Einschnitten lässt sich – bewusst oder unbewusst – als zeichenhafter Verweis auf ein Visier deuten. Sie wird zum charakteristischen Merkmal der gesamten Produktfamilie, die aus einfachen Modifikationen der Elemente hervorging: Die Stehleuchte wird durch einen zusätzlichen Knick in der Metallfläche, der für die nötige Abschirmung sorgt, zur Wandleuchte. Aus den Elementen der Wandleuchte entsteht durch einen zusätzlichen Sockel die Tischleuchte. Der Entwurf setzt die Hightech-Ästhetik der 1980er-Jahre mit den Ideen von Modularität und sichtbarer industrieller Fertigung formalästhetisch in fast schon radikaler Konsequenz um und wurde bei seiner Präsentation auf der Kölner Möbelmesse begeistert aufgenommen. Matteo Thun stellte sie in eine Linie mit dem 1979 von Gianfranco Frattini entworfenen Leuchtenklassiker Megaron. Im Entwurf verbindet sich erkennbar Manfreds eher technisch-konstruktive Herangehensweise mit der stärker architektonischen Haltung von Jean-Marc. Vom Handel wurde UNIT deshalb als „typisches serien-Produkt“ bezeichnet.
BIRDIE
- ENTWURFSJAHR
1990
- DESIGNER
- Jean-Marc da Costa
- BAUZEIT
1990–1998
- STÜCKZAHL
ca. 4.500
- Farben
Schwarz, Silber, Blau oder Türkis, später zusätzliche Version in Mattvernickelt
mit in braunem Leder bezogenem Sockel
- Material
Stahlblech (0,6 mm), Flachstahl (5 mm), Rundstahl innen (3 mm), Flachstahl innen (1,5 × 20 mm), Kunststoffspritzgussteile im Sockel und am Kopf, dort später Stanz- und Biegeteil aus Stahlblech (verzinkt bzw. vernickelt)
- Technologien
Stanz- und Biegeteile, Sockel aus Flachstahl (gelasert und kugelgestrahlt),
Kunststoffspritzgussteile aus ABS
- Größen
BIRDIE (klein): Breite / Tiefe / Höhe 85 × 85 × 450 mm
BIRDIE (groß): Breite / Tiefe / Höhe 85 × 85 × 540 mm
BIG BIRDIE: Breite / Tiefe / Höhe 140 × 140 × 1050 mm
- Versionen
BIRDIE, BIG BIRDIE
- Einführungspreis
BIRDIE (klein): 340 DM, BIRDIE (groß): 380 DM, BIG BIRDIE: 540 DM
- Leuchtmittel
Niedervolt-Halogenglühlampe, 12 V / 50 W / G 6,35
- Licht
direkt nach unten
- Regelung
über integrierten Dimmer mit Rändelrad
Faltvogel auf Niedervolt
Zu den klassischen und zugleich faszinierendsten Aufgaben des Produktdesigns gehört, aus einer Fläche ein Volumen entstehen zu lassen. Jean-Marc war begeistert von den Möglichkeiten der japanischen Papierfaltkunst Origami, von 2D zu 3D zu gelangen, und entwickelte BIRDIE beim Spielen mit Papier. Die Umsetzung der Leuchte, die wie ein in Blech ausgeführtes Origamiobjekt wirkt, war erst durch die Verwendung der damals jungen Niedervolt-Halogentechnik möglich geworden, die serien bei BIRDIE zum ersten Mal einsetzte. Der Entwurf war Teil einer Ausstellung im Frankfurter Karmeliterkloster, bei der die Leuchte 1990 in einer schlangenartig geschwungenen Holzstruktur präsentiert wurde. Das gekantete Metallelement, das in Blau, Schwarz, Silber oder Türkis pulverbeschichtet wurde, erinnert mit seinem abgeknickten Leuchtenkopf an einen Kranich oder Vogelschnabel und verlieh der Leuchte so ihren Namen. Angeregt durch die 1980 von Achille Castiglioni entworfene Leuchte Gibigiana, die ebenso Assoziationen an einen Vogel weckt, wurde auch BIRDIE in zwei Größen angeboten. Später ergänzten eine matt vernickelte Version mit lederbezogenem Sockel und die große Bodenleuchte BIG BIRDIE die Produktfamilie. Kommerziell blieb der markante Entwurf für serien ein idealistisches Liebhaberobjekt: Die kleine Variante, die im Handel anfänglich 340 DM kostete, verkaufte sich zwar etwa 2.000 Mal im Jahr – serien verdiente daran pro Stück jedoch nur knapp 12 DM.
COSY
- ENTWURFSJAHR
1990
- DESIGNER
- Jean-Marc da Costa
- BAUZEIT
1994–2005
- STÜCKZAHL
ca. 3.600
- Farben
Weiß, Sand, Lachs, Gelb oder Grün, wahlweise oben oder unten
- Material
Aluminium-Drehteile (blank); Schirme: PVC, später Polycarbonat (kaschiert)
mit gechintzter Baumwolle
- Technologien
Drehteile aus Aluminium, Stanzteile; Schirm: Drahtgestell (stoffbezogen)
mit seitlichen PVC-Profilen
- Größen
Schirm: 400 mm / Ø 225 mm (klein), 520 mm / Ø 280 mm (groß)
Floor: Höhe 1640 mm (klein), 1770 mm (groß)
Tisch: Höhe 530 mm (klein), 670 mm (groß)
Pendel: Abpendellänge 750–2900 mm (klein), 880–3000 mm (groß)
Wand: Breite / Tiefe / Höhe 225 × 130 × 400 mm
- Versionen
COSY Floor, COSY Pendel, COSY Tisch, COSY Wand
- Einführungspreis
Floor: 824 DM (klein), 960 DM (groß); Tisch: 628 DM (klein), 748 DM (groß);
Pendel: 468 DM (klein), 528 DM (groß); Wand: 320 DM
- Leuchtmittel
Floor und Pendel (klein): Glühlampen, 75 W / E27 und 2 × 15 W / E14
Floor und Pendel (groß): Glühlampen, 100 W / E27 und 2 × 25 W / E14
Wand: Glühlampe, 60 W / E27 und 25 W / E14 oder
Kompaktleuchtstoffl ampe, TC-9W / G23 und TC-5 W / G23
- Licht
nach oben und unten direkt, seitlich diffus durch Schirme
- Regelung
bei Floor und Tisch über integrierten Dimmer, Drehknöpfe am Aluminiumring des
Schirms: einer für 3-Stufen-Schaltung (ein, oben aus, aus), der andere für Dimmer; bei Pendel und Wand über externen Glühlampen-Dimmer möglich, nicht bei Kompaktleuchtstofflampe
- Besonderheiten
Floor und Tisch: Kabelaufwicklung im Sockel, leicht auswechselbare Schirme
Schock der Gemütlichkeit
Nachdem serien sich mit konsequenter Hightech-Ästhetik einen Kreis eingeschworener Fans geschaffen hatte, sorgte die Präsentation der Produktfamilie COSY auf der Mailänder Euroluce 1990 geradezu für einen Eklat: Mit ihrem Stoffschirm, ihrem Namen und den formalen Anklängen an die 1950er-Jahre wirkte sie fast wie eine Überzeichnung gutbürgerlicher Vorstellungen von Gemütlichkeit und Behaglichkeit. Händlerinnen und Händler äußerten auf dem Messestand die Sorge, dass serien den Weg der funktionalen Geradlinigkeit verloren habe, freundeten sich jedoch im Lauf der Zeit mit der Kollektion an. Jean-Marc verfolgte mit dem Entwurf der COSY das Ziel, gutes Raumlicht mit verschiedenen Funktionen zu verbinden und dafür ein historisches Vorbild zeitgemäß neu zu interpretieren, wie es schon Philippe Starck mit vielen archetypischen Formen getan hatte. Dabei integrierte er zahlreiche funktionale Details in den scheinbar betont dekorativen Entwurf: Zum ersten Mal in der serien-Geschichte kamen Textilien zum Einsatz, die auf die Trägerfolien der Lampenschirme aufkaschiert wurden, um für eine angenehme, weiche Lichtwirkung zu sorgen. Die konischen Formen erzeugen unterschiedliche Lichtzonen nach oben und unten, die sich über Dimmer regeln lassen. Das Kabel kann in den Sockel gewickelt werden. Die Grundkonstruktion der COSY wurde später zur geradlinigeren CLUB weiterentwickelt, die als LED-Ausführung bis heute bei serien erhältlich ist.
TAKE FIVE
- ENTWURFSJAHR
1992
- DESIGNER
- Ginbande (Uwe Fischer, Achim Heine)
- BAUZEIT
1995–2005
- STÜCKZAHL
ca. 1.900
- Farben
Blau, Grün (jeweils transluzent) oder Schwarz, später Orange, Anthrazit (jeweils
transluzent) oder Weiß (opal oder klar)
- Material
Polycarbonat, PVC, Stahlblech (1,5 mm)
- Technologien
Kunststoffspritzgussteile aus Polycarbonat mit Stahldrehteileinlegern;
Baldachin: Kunststofftiefziehteile aus PVC, Stanz- und Biegeteile für Deckenbefestigung
- Größen
Breite 60–300 mm, Tiefe 360–1525 mm, Abpendellänge max. 2000 mm
- Versionen
TAKE FIVE, TAKE FIVE Halogen
- Einführungspreis
1.280 DM
- Leuchtmittel
TAKE FIVE: Linienglühlampe (z. B. Linestra oder Philinea), 5 × 35 W / S14d
TAKE FIVE Halogen: Niedervolthalogenglühlampe, 12 V / 5 × 35 W / GU5,3 QR,
60° Abstrahlwinkel (kein Cool Beam oder engerer Abstrahlwinkel aufgrund
zu hoher Temperatur der Leuchtmittelrückseite)
- Licht
TAKE FIVE: frei abstrahlend, blendfrei durch opalisiertes Glas der Linienglühlampen
TAKE FIVE Halogen: direkt nach unten abstrahlend (60° Abstrahlwinkel)
- Regelung
über externen Glühlampen-Dimmer bzw. bei Halogenausführung über Niedervolthalogen-Dimmer möglich
- Verstellbarkeit
über Scherengitterprinzip stufenlos ausziehbar, Sonderlängen der Abhängung nur bei Linienglühlampenausführung möglich
- Awards
Red Dot Design Award (1995)
Bundespreis Produktdesign (1996)
Erhellendes Scherengitter
Mit seinem Entwurf Tabula Rasa hatte das Designduo Ginbande (Uwe Fischer und Achim Heine) 1987 für Furore gesorgt: Aus einem schwarzen Holzkasten ließen sich scheinbar endlos Tisch- und Sitzflächen einer Bierbankgarnitur herausziehen. Ermöglicht wurde der verblüffende Effekt durch lamellenartig segmentierte Schichtholzstäbe für die Flächen und eine Scherengitterkonstruktion, die auch zur Ausgangsidee ihres ersten Leuchtenentwurfs für serien werden sollte. Jean-Marc hatte dem befreundeten Duo die Aufgabe gestellt, eine mitwachsende Leuchte für verschiedene Esstisch-Formate zu entwickeln. TAKE FIVE löste diese Herausforderung mit asymmetrisch auf einem Scherengitter angeordneten Linienglühlampen, die in zusammengeschobenem Zustand parallel angeordnet sind, sich auseinandergezogen aber zu einer durchgehenden Linie verbinden. Der erste Entwurf, der zunächst auf die technische Umsetzbarkeit ausgerichtet war, wurde formal zu einer zeitgenössischen Verwandlungsleuchte weiterentwickelt. Die leicht amorphe Form des Scherengitters aus Polycarbonat steht in überraschendem Kontrast zur Geradlinigkeit der Leuchtmittel. Die Materialwahl war für serien neu – Kunststoff war erst kurz zuvor durch Produkte von Herstellern wie Kartell oder Authentics wieder akzeptabel geworden. Die Entwicklung der Spritzgusselemente war komplex: Das anfangs durchhängende Scherengitter musste mit Gegengewichten und veränderten Abständen stabilisiert werden. TAKE FIVE wurde zeittypisch in Blau, Grün oder Schwarz, später auch in Orange, Anthrazit oder Weiß angeboten.
SHINING
- ENTWURFSJAHR
1993
- DESIGNER
- Fiedeler + Raasch (Heinrich Fiedeler, Michael Raasch)
- BAUZEIT
1995–2003
- STÜCKZAHL
ca. 500
- Farben
Schwarz oder Schwefelgelb (eloxiert) Schwarz oder Blau bzw. Aluminium (glanzpoliert)
- Material
Trägerprofile aus Aluminium (poliert oder schwarz bzw. schwefelgelb eloxiert); wahlweise Faltschirm aus mattierter Polycarbonatfolie aufsteckbar; Gegengewicht und Baldachin aus Stahl (schwarz lackiert); Fassungen aus Polycarbonat-Spritzgussteilen in Schwarz oder Blau (transluzent)
- Technologien
Aluminium-Strangpressprofile, Polycarbonat-Spritzgussteile
- Größen
SHINING 1 und 2: Breite 500 mm (klein); 1000 mm (groß) / Länge 130–2950 mm
SHINING 3 und 4: Breite 550 mm (klein); 1050 mm (groß) / Länge 130–2950 mm
- Versionen
SHINING 1, SHINING 2, SHINING 3, SHINING 4
- Einführungspreis
ab 384 DM
- Leuchtmittel
Linienglühlampe (kurze Ausführung: 60 W / S14s; lange Ausführung: 120 W /S14s)
- Licht
ohne Faltschirm: frei abstrahlend (blendfrei durch opalisiertes Glas der Linienglühlampe) mit Faltschirm: nach unten frei abstrahlend, seitlich diffus durch Polycarbonatfolie
- Regelung
dimmbar
- Verstellbarkeit
SHINING 2 und 4 stufenlos höhenverstellbar durch Gegengewicht; einfaches Entfernen und Anbringen des Faltschirms
- Besonderheiten
erste Leuchte mit eigens entwickelter Fassung
Faltschirm zum Aufklicken
Der Entwurf des Designbüros Fiedeler + Raasch (Heinrich Fiedeler und Michael Raasch) profitierte von den Erfahrungen, die serien mit dem Material Polycarbonat zuvor bei TAKE FIVE gesammelt hatte. Die höhenverstellbare Pendelleuchte SHINING verbindet eine opale Linienglühlampe, Trägerprofile aus poliertem oder farbig eloxiertem Aluminium sowie prägnante Kunststoffelemente für die Endkappen und die Höhenverstellung. Optional kann ein Faltschirm aus Polycarbonatfolie auf das Leuchtmittel geklickt werden: Es entsteht eine Leuchte, die nach unten frei und zu den Seiten diffus abstrahlt. Mit seinem gezackten Faltelement und den ausgeprägten Licht- und Schattenwirkungen erhält der Entwurf einen besonders expressiven Charakter, der Assoziationen an einen comicartigen Lichtblitz weckt. SHINING wurde produktionstechnisch zu einer besonders anspruchsvollen Aufgabe: Die Fassung in den Spritzguss-Endkappen aus schwarzem oder transluzent-blauem Polycarbonat wurde eigens für das Produkt entwickelt. Für die Höhenverstellung wurde zudem eine eigenständige Lösung gefunden, bei der sich das Gegengewicht wie bei einem Flaschenzug auf halber Strecke jeweils in entgegengesetzter Richtung senkrecht bewegt.
HEADLIGHT
- ENTWURFSJAHR
1995
- DESIGNER
- Manfred Wolf
- BAUZEIT
2001–2007
- STÜCKZAHL
ca. 800
- Farben
Silikonkörper in Schwarz, Grau oder Ziegelrot; bei Wand- und Deckenversion wahlweise mit Abdeckungen in Edelstahl, Boden-Version nur mit Edelstahl-Abdeckungen
- Material
Gehäuse aus vulkanisiertem Silikongummi mit Messingring-Einleger, Abdeckungen und Adapterplatte aus Edelstahl-Drückteilen, Glasabdeckungen aus Pressglas (flach- oder hochgewölbt), flache Version mit von innen mattierter Prismenstruktur, hohe Version nur innen mattiert; Poller: V2A-Rohr, Oberfläche geschliffen
- Technologien
vulkanisierte Silikonformteile mit Metalleinlegern, Drückteile aus Edelstahlblech,
Pressglas
- Größen
Kopf: Ø 130 mm
Ceiling und Wall: Tiefe 80, 135, 155, 165 mm (A, B, C, D)
Poller: Rohrlänge 200, 400, 600 mm; Erdspieß 400 mm / Ø 40 mm; Flansch Ø 100 mm
- Versionen
HEADLIGHT A (fl aches Glas), HEADLIGHT B (hohes Glas), HEADLIGHT C (Ballwurfgitter), HEADLIGHT D (Ballwurfgitter und Abdeckkappe
- Einführungspreis
Ceiling: ab 390 DM, Wall: ab 390 DM, Poller: ab 505 DM
- Leuchtmittel
flache Version: Halogenglühlampe, max. 40 W / G9
hohe Version: Glühlampe, max. 60 W / E27 oder Kompaktleuchtstofflampe,
10–13 W / GX24d-1 TC
- Licht
direkt abstrahlend
- Regelung
dimmbar
- Besonderheiten
Außenleuchte
Rücklicht wird Außenleuchte
Angeregt von Entwürfen wie der Metropoli von Luceplan setzte sich Manfred für den Entwurf der HEADLIGHT das Ziel, eine kompakte, formal und funktional überzeugende Leuchte für den Außenbereich zu entwickeln. Die Inspiration für die innenliegende Prismenstruktur fand er in den Rücklichtern seines Oldtimers der Marke Cord, einer hoch innovativen, aber kurzlebigen US-Automarke, die nur zwischen 1929 und 1937 existierte. Manfred konzipierte die HEADLIGHT aus gedrückten Edelstahlelementen, Pressglas und vulkanisierten Silikonformteilen mit Messingring-Einlegern, wodurch die Leuchte ohne zusätzliche Dichtungen wasserdicht wurde. Die Edelstahlkappe kann beim Lampenwechsel einfach aufgesteckt werden und verdeckt die darunterliegende Verschraubung. HEADLIGHT wurde als Wand- und Deckenleuchte für den Außenbereich angeboten, später auch als Pollerleuchte. Von den meisten Käuferinnen und Käufern wurde sie dennoch im Innenraum eingesetzt. Als Manfred und Jean-Marc erkannten, dass serien vom Markt nicht als Hersteller von Außenleuchten wahrgenommen wird, blieb HEADLIGHT die einzige explizite Außenleuchte im Programm des Unternehmens.
MAGIC
- ENTWURFSJAHR
1996
- DESIGNER
- Ulrich Beckert, Georg Soanca-Pollak, Peter Thammer
- BAUZEIT
1997–2007
- STÜCKZAHL
ca. 2.700
- Farben
anfangs nur Bronze, später auch Silber
- Material
Blätter: Bimetall (bronze- oder silberfarben); Lamellenhalter: Polycarbonat (braun transluzent oder weiß opal); Teleskoprohr: Glasfaser (in Braun oder Silber); Sockel: Bronzeguss (fein geschliffen und klarlackiert) oder Stahl (in Silber beschichtet)
- Technologien
Glasfaser mit Melaminharz verstärkt, Bronzeguss, Stahlguss, Kunststoff-Spritzguss, Metall-Drehteile
- Größen
Floor: Höhe 1100–1830 mm, Ø 70–260 mm
Wall: Höhe 1120–1850 mm, Ø 70–260 mm
- Versionen
MAGIC, Cool MAGIC, MAGIC Wall, Cool MAGIC Wall
- Einführungspreis
ab 695 DM
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe, 150 W / E27
- Licht
indirekt über Decke und Wand
- Regelung
dimmbar über Schnurzwischendimmer
- Verstellbarkeit
stufenlos höhenverstellbar über Teleskoprohr
- Besonderheiten
Schirmblätter öffnen sich nach Einschalten innerhalb von ca. zwei Minuten durch Wärme (Bimetall)
Leuchtblüte aus Bimetall
Die drei jungen Designer Ulrich Beckert, Georg Soanca-Pollack und Peter Thammer kamen mit dem Funktionsprototyp einer Leuchte zu serien, bei dem sich Elemente aus Bimetall beim Einschalten und der damit verbundenen Wärmeentwicklung öffneten – ein Prinzip, das im Leuchtendesign bis dahin nicht verwendet worden war. Gemeinsam mit den Designern entwickelte serien die Idee zu einer floralen Leuchtenform weiter und betonte so den spielerischen, beinahe magischen Aspekt des Entwurfs. MAGIC kombiniert Elemente unterschiedlicher Materialien von verschiedenen Herstellern: einen Sockel aus Stahl- oder Bronzeguss von einem bulgarischen Betrieb nahe der rumänischen Grenze, ein glasfaserverstärktes Teleskoprohr von einem Angelruten-Produzenten sowie Spritzgussteile aus transluzentem Polycarbonat, die als Aufnahme für die Bimetall-Blätter des Leuchtenkopfes dienen. Bimetall war bis dahin vorwiegend in winzigen elektronischen Bauteilen eingesetzt worden und daher entsprechend teuer. Unter mehreren Varianten eines Zulieferers musste diejenige gefunden werden, bei der sich die Blätter langsam genug öffneten. MAGIC wurde mit einem bronzefarbenen Klarlack überzogen, der von einer befreundeten Autolackiererei passend zum Echt-Bronzesockel angemischt wurde. Die spätere Variante Cool MAGIC wurde mit silbern beschichteten Blütenblättern angeboten. Das Bimetall-Prinzip des sich öffnenden Lampenschirms wurde später zum Ausgangspunkt für die Entwicklung der POPPY.
BLUES
- ENTWURFSJAHR
1997
- DESIGNER
- Fiedeler + Raasch (Heinrich Fiedeler, Michael Raasch)
- BAUZEIT
1997–2007
- STÜCKZAHL
ca. 400
- Farben
Aluminium (gebürstet)
- Material
Fassungshalter und Höhenverstellung: Aluminium (geschliffen); Schirm: mundgeblasenes Bleikristallglas mit mattiertem Bereich und polierten Kanten; Baldachin: matt verchromt
- Technologien
Aluminium-Drehteile, Stahl-Tiefziehteile
- Größen
Schirm: 160 mm / Ø 175 mm (konisch); 140 mm / Ø 185 mm (rund)
Abpendellänge: 320–2000 mm (konisch); 300–2000 mm (rund)
Baldachin: Höhe 37 mm / Ø 103 mm
- Versionen
rundes Glas, konisches Glas
- Einführungspreis
ab 585 DM
- Leuchtmittel
Niedervolt-Spiegelrefl ektorlampe, 12 V, QT-CB 50 W / GU5,3, 60º Abstrahlwinkel
- Licht
nach unten direkt, diffus durch den mattierten Glasschirm
- Regelung
über externen Niedervolthalogendimmer
- Verstellbarkeit
Ausführung mit oder ohne Höhenverstellung
Licht aus dem Kristallglas
Für die Pendelleuchten der BLUES-Produktfamilie setzte das Designbüro Fiedeler + Raasch (Heinrich Fiedeler und Michael Raasch) erstmals mundgeblasenes Bleikristallglas bei einer serien-Leuchte ein. BLUES wurde in zwei Varianten angeboten: mit konischem Lampenschirm und mit abgeplatteter Kugelform. Neben dem direkten Licht nach unten sorgt ein mattierter Bereich im Glasschirm für eine diffuse Lichtstreuung und ornamentale Effekte der Niedervolt-Spiegelreflektorlampe. Die dickwandigen, polierten Glaskanten des Bleikristallschirms erzeugen zusätzliche Reflexe. Die bewusst gesetzte obere Einbuchtung im Glasschirm erweckt den Eindruck, der Fassungshalter aus geschliffenem Aluminium würde in das Volumen einsinken, um es für die Aufnahme des Leuchtmittels zu durchdringen. Da jeder mundgeblasene Glasschirm leicht unterschiedlich ausgeformt war und sich auch durch die Materialdicke unterschied, musste der Schwerpunkt jeder Leuchte individuell ermittelt werden, um für eine gerade Aufhängung die richtige Stelle für die Bohrung zu bestimmen.
MAX
- ENTWURFSJAHR
1998
- DESIGNER
- Floyd Paxton
- BAUZEIT
1999–2007
- STÜCKZAHL
ca. 1.650
- Farben
Aluminium (gebürstet), Stahl (matt verchromt), Schirme in Grün, Blau, Gelb, Orange oder Weiß (opak)
- Material
Fassungshalter: gebürstetes Aluminium; Schirm: PC Glas in Grün, Blau, Gelb, Orange oder Weiß (opak); Baldachin: Stahl (matt verchromt)
- Technologien
Dreh- und Frästeile aus Aluminium, Drückteile aus Stahl, Dreh- und Biegeteile aus Stahl
- Größen
MAX: Länge 500 2500 mm, Ø 66 mm
MAX Spot: Länge 210 265 mm, Ø 190 mm
- Versionen
MAX, MAX Spot
- Einführungspreis
MAX: ab 390 DM, MAX Spot: 390 DM
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe, 12 V, 35 W / GU5,3, 60° Abstrahlwinkel bzw. bei MAX Spot
mit 38° Abstrahlwinkel
- Licht
direkt nach unten, seitlich diffus durch Schirm
- Regelung
über externen Dimmer
- Verstellbarkeit
MAX: mit oder ohne Höhenverstellung installierbar;
MAX Spot: 360° drehbar, 270° kippbar, auch als Einbauausführung
- Besonderheiten
Restbestände der Schirme von TAKE FIVE Halogen
Bunte Leuchtenschirme für neue Zielgruppen
Für die Lampenschirme der MAX-Produktfamilie wurden Polycarbonat-Elemente der sechs Jahre zuvor entworfenen TAKE FIVE Halogen in einem neuen Entwurf eingesetzt. Die Fassungen der höhenverstellbaren Pendelleuchte MAX und des drehbaren Deckenstrahlers MAX Spot bestehen aus gebürstetem Aluminium. Sie werden mit Schirmen aus weißem, gelbem, orangem, blauem oder grünem opakem Kunststoff kombiniert, auf denen sich durch die verwendete Halogenglühlampe ein bewusst eingesetztes Strichmuster abzeichnet. Durch Form, Materialkombination und Farbwahl erinnert MAX an typische Parfumflakons der 1990er-Jahre, die sich an jüngere und trendbewusste Zielgruppen richten. MAX wurde von serien als erster Entwurf des Designers Floyd Paxton auf den Markt gebracht, der später auch den Erfolgsentwurf ZOOM entwickelte und dessen wahre Identität erst ein Vierteljahrhundert nach dem Entwurf der MAX enthüllt werden sollte.
SEVENTY SEVEN
- ENTWURFSJAHR
1977/2002
- DESIGNER
- Bruno Ninhaber van Eyben
- BAUZEIT
2002–2019
- STÜCKZAHL
ca. 1.400
- Farben
Chrom oder Silber (lackiert)
- Material
Aluminium (glanzverchromt oder in Silber lackiert)
- Technologien
Aluminium-Strangpressprofi le, Kunststoff-Spritzgussteile, Stahl-Gussteile
- Größen
Breite / Tiefe 1405 40 mm, Baldachin Höhe 55 mm, Röhre Ø 30 mm,
Abpendellänge 300 1700 mm
- Versionen
SEVENTY SEVEN, SEVENTY SEVEN Master
- Einführungspreis
680 DM
- Leuchtmittel
Stableuchtstofflampe, TL 36 W / G13
- Licht
direkt nach oben, unten oder seitlich abstrahlend, Refl ektor um 330 Grad drehbar (uplight / downlight)
- Regelung
Ein- / Ausschaltung und Dimmung über Zug am Kabel
- Besonderheiten
elektronisches Vorschaltgerät für flackerfreies Licht, sofortigen Lampenstart,
geringeren Energiebedarf und eine höhere Lebensdauer der LeuchtmittelUrsprungsentwurf von Bruno Ninaber van Eyben von 1977
- Sammlungen
Stedelijk Museum, Amsterdam (1997)
- Awards
iF Product Design Award (1977)
Revival eines niederländischen Designklassikers
Bereits 1977 hatte der niederländische Designer Bruno Ninaber van Eyben eine schlichte, abgehängte Röhrenleuchte entworfen. Mit überzeugendem Minimalismus übertrug der Entwurf, der heute als Designklassiker gilt, die nüchterne Ästhetik industrieller Arbeitsplatzleuchten auf Ess- oder Schreibtische. Als typische Vertreterin des niederländischen Designs, das Pragmatismus mit einem gewissen Witz verbindet, bestand die Leuchte lediglich aus einem quaderförmigen, mattschwarzen oder weißen Deckenbaldachin, einer Fassung aus Aluminium und Kunststoff um eine Leuchtstoffröhre und roten Kabeln. Durch den drehbaren Zylinder um das Leuchtmittel konnte sie sowohl als Downlight wie auch als Uplight eingesetzt werden. Viele Jahre war der Entwurf von Ninaber van Eybens eigenem Unternehmen sowie vom Hersteller Indoor unter dem Namen Flite produziert und vertrieben worden. Um die Leuchte auch danach weiter produzieren und vermarkten zu können, trat Ninaber van Eyben mit serien in Kontakt. Es folgten mehrere Besuche von Jean-Marc und Manfred im Delfter Büro des Designers, der international vor allem als Gestalter der letzten niederländischen Gulden und der ersten niederländischen Euromünzen bekannt ist. Die ursprüngliche, für die Entwurfszeit typische Farbkombination in Schwarz-Rot wurde von serien mit silbernen oder glanzverchromten Varianten und transparenten Kabeln an die Material- und Farbvorlieben der späten 1990er-Jahre angepasst und nach dem ursprünglichen Entwurfsjahr benannt. Mit aktualisierter Technik ließ sich SEVENTY SEVEN über den Zug am Kabel steuern und nun auch zusätzlich dimmen.
PAN AM
- ENTWURFSJAHR
2003
- DESIGNER
- Büro für Form
- BAUZEIT
2004–2021
- STÜCKZAHL
ca. 720
- Farben
Aluminium
- Material
Aluminium (gebürstet und schutzlackiert)
- Technologien
Aluminium-Drückteile, Aluminiumrohr (16 x 1,5 mm), Aluminium-Flachprofil (gefräst, gebogen, 16 x 5 mm)
- Größen
Ceiling: Höhe 470 mm, Ø 240 mm; Track: Höhe 460 mm, Ø 240 mm
Suspension und Suspension Track: Höhe 470 mm, Ø 240 mm, Länge 700–2400 mm
Wall: Höhe 470 mm, Ø 240 mm
Base: Höhe 475 mm, Ø 240 mm
Floor: Ø 360 mm, Höhe 1350–2050 mm
Cross: 600 x 600 mm, Höhe 1400–2100 mm
- Versionen
PAN AM Ceiling, PAN AM Track, PAN AM Suspension, PAN AM Suspension Track,
PAN AM Wall, PAN AM Floor, PAN AM Cross, PAN AM Base
- Einführungspreis
Ceiling: ab 430 €, Suspension: ab 560 €, Wall: ab 430 €, Floor: ab 665 €
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe, 250 W / E27
Halogenglühlampe, 100 W / G53 (12 V) mit Reflektor in Spot (8°), Narrow (24°) oder Flood (45°)
Kompaktleuchtstoffl ampe, 42 W / GX24q-4
Halogenmetalldampfl ampe, 70 W / G12 mit Reflektor in Spot (15°), Narrow (38°–42°),
Flood (50°)
- Licht
in verschiedenen Abstrahlwinkeln nach vorne gerichtet, seitlich abgeschirmt
- Regelung
über externen Dimmer möglich (Halogen-Version);
über Schnurzwischendimmer (Base, Cross und Floor)
- Verstellbarkeit
Cross und Floor höhenverstellbar
- Besonderheiten
Halogenmetalldampfversion mit integriertem Ventilator für Kühlung des Betriebsgeräts
Leuchtturbinen für den Einzelhandel
Auf der Nachwuchsschau Salone Satellite der Mailänder Möbelmesse entdeckte Manfred den Entwurf einer kleinen turbinenförmigen Tischleuchte des jungen Designstudios Büro für Form (Benjamin Hopf und Constantin Wortmann). Aus dieser formalen Idee entwickelte serien gemeinsam mit den Designern ein umfangreiches Strahlerprogramm, das in erster Linie für den Einsatz im Einzelhandel konzipiert wurde: Steh-, Wand-, Decken- oder Pendelleuchten konnten mit Niedervolt- oder Hochvolt-Halogenlampen, mit sparsameren Kompaktleuchtstofflampen oder sogar mit Halogenmetalldampflampen ausgestattet werden, für deren Kühlung ein Ventilator im Kopf integriert war. Verschiedene Reflektoren ermöglichten Abstrahlwinkel von breit streuend bis fokussiert. Der charakteristische, voluminöse Aluminium-Leuchtenkopf der Produktfamilie, der an eine Flugzeugturbine erinnert, integriert sämtliche Betriebsgeräte, lässt sich um 360 Grad drehen und um 270 Grad schwenken und erlaubt so den Einsatz in vielfältigen Anwendungsbereichen. Die Idee, ein formal prägnantes Beleuchtungssystem für den Retail-Bereich zu entwickeln, das mit außerordentlicher Variantenvielfalt möglichst viele Einsatzmöglichkeiten abdeckt, erwies sich aufgrund der immensen Lagerhaltungskosten jedoch als wenig rentabel. Zwar wurde PAN AM in einigen Geschäften eingesetzt, entwickelte sich jedoch vor allem zu einem Liebhaberobjekt für private Haushalte. Dort hat der 2003 auf den Markt gebrachte Entwurf, der für serien formal eher untypisch ist, bis heute eine kleine eingeschworene Fangemeinde.
PROPELLER
- ENTWURFSJAHR
2004
- DESIGNER
- Yaacov Kaufman
- BAUZEIT
2006–2025
- STÜCKZAHL
ca. 3.300
- Farben
Aluminium (gebürstet)
- Material
Aluminium; Flügel: Stoffüberzug in Weiß aus 80 % Polyamid und 20 % Elastan, gespannt über Federstahl
- Technologien
Aluminium-Drückteile, Aluminium-Rohrzuschnitte, Aluminium-Druckgussteile
- Größen
Propeller: Breite 420 mm / Länge 1000 mm, Höhen 420, 620 oder 820 mm
Propeller XL: Breite 950 mm / Länge 2210 mm, Höhen 700, 1000 oder 1400 mm
- Versionen
PROPELLER, PROPELLER XL
- Einführungspreis
680 €
- Leuchtmittel
Popeller: Glühlampe, 150 W / E27 (Soft White von Osram), auf Wunsch Halogenglühlampe, 250 W / E27
Propeller XL: Kompaktleuchtstoffl ampe max. 8 x 23 W / E27
- Licht
gestreut durch Stoffüberzug
- Regelung
Anfangs per Infrarot-Fernbedienung 3-stufi g für Motor und Dimmung für Licht,
Drehrichtungsänderung am Baldachin umschaltbar. Später Funk-Fernbedienung
6-stufi g für Motor und Dimmung für Licht und Drehrichtungsänderung. Noch später
für LED-Lampen nur noch an / aus
Propeller XL mit separaten Anschlüssen für Licht und Motor
Funk-Fernbedienung nur für Motor
- Besonderheiten
Stoffbezug wechselbar
- Sammlungen
The Israel Museum Collection, Jerusalem (2009)
- Awards
Red Dot Design Award (Winner, 2008)
Designpreis der Bundesrepublik Deutschland (Nominierung, 2009)
Die Schraube des Tüftlers
Bei einem Besuch Manfreds im Jerusalemer Atelier von Yaacov Kaufman zeigte dieser ihm eine Flügelschraubenform aus zwei Federstahlbügeln und einem darüber gezogenen Strumpf. Die Idee für eine Kombination aus Leuchte und Ventilator erinnerte Manfred formal an den kleinen Propeller, der sich auf dem Käppi von Daniel Düsentrieb befi ndet. Obwohl serien die anfängliche Absicht, auch Möbel zu fertigen, längst aufgegeben hatte, wurde Kaufmans Idee weiterverfolgt, auch weil Ventilatoren wegen ihrer zentralen Aufhängung in der Zimmermitte oft ebenfalls von Leuchtenherstellern gefertigt werden. Wie bei den meisten Entwürfen Kaufmans für serien entsprach der Ursprungsentwurf formalästhetisch nahezu vollständig dem späteren Endprodukt: Aus der Verbindung zweier strumpfförmiger Elemente, in die ein Federstahldraht geklemmt wird, entsteht die Form einer Schiffsschraube. Für die Fertigung wurden die Materialien leicht angepasst und der Motor wanderte nach oben, um im unteren Bereich das Leuchtmittel integrieren zu können. PROPELLER kann vor- und rückwärts laufen, um im Winter die warme Luft nach unten zu drücken. Das stoffbezogene Objekt ist sehr leise und hat keine harten Kanten; bei einer Berührung bleibt der Ventilator einfach stehen. Produziert wird PROPELLER nur in geringer Stückzahl von jährlich 200–350 Stück. Wie schon Kaufmans Entwurf der JOB wurde auch PROPELLER mit mehreren Designpreisen ausgezeichnet und in die Designsammlung des The Israel Museum in Jerusalem aufgenommen.
ONE EIGHTY
- ENTWURFSJAHR
2004
- DESIGNER
- Yaacov Kaufman
- BAUZEIT
2005– heute present
- STÜCKZAHL
ca. 3.200
- Farben
Aluminium (gebürstet) oder Schwarz bzw. Weiß (lackiert)
- Material
Aluminium, Stahl, Federstahl
- Technologien
Aluminium-Drückteile, Stahldrehteile (gefräst und gebohrt)
- Größen
Ceiling S: Breite 180 mm, Länge 360 mm, Ø 115 mm
Ceiling L: Breite 250 mm, Länge 430 mm, Ø 160 mm
Suspension S: Breite 180 mm, Länge ca. 300–1900 mm, Ø 115 mm
Suspension L: Breite 250 mm, Länge ca. 350–2100 mm, Ø 160 mm
Wall S: Breite 180 mm, Ø 115 mm
Wall L: Breite 250 mm, Ø 160 mm
- Versionen
ONE EIGHTY Ceiling, ONE EIGHTY Ceiling Spot, ONE EIGHTY Ceiling Track,
ONE EIGHTY Ceiling Track Spot, ONE EIGHTY Suspension, ONE EIGHTY Suspension
Spot, ONE EIGHTY Suspension Track, ONE EIGHTY Suspension Spot Track, ONE EIGHTY
Suspension Adjustable, ONE EIGHTY Suspension Adjustable Track, ONE EIGHTY Wall,
ONE EIGHTY Wall Spot
- Einführungspreis
Suspension: ab 210 €, Ceiling: ab 290 €, Wall: ab 290 €
- Leuchtmittel
Halogenglühlampe, max. 60 W / E14 bzw. max. 100 W / E27
oder LED 9,5 W / E14 bzw. 18,5 W / E27
- Licht
nach vorne oder unten gerichtet, seitlich abgeschirmt
- Regelung
über externen Dimmer
- Verstellbarkeit
Suspension: höhenverstellbar; Wall: dreh- und kippbar
- Sammlungen
Red Dot Design Award (Winner, Suspension, 2010)
Designpreis der Bundesrepublik Deutschland (Nominierung, Suspension, 2011)
Funktionale Friktion
Mit der Verstellmechanik der ONE EIGHTY knüpfte Yaacov Kaufman an die Idee der offen sichtbaren Technik früherer serien-Entwürfe an. Bereits mit seinem Entwurf Multi X aus den 1980er-Jahren hatte er für Lumina eine Leuchte entwickelt, bei der die Reibung der Segmente eine Verstellbarkeit des Leuchtenarms ermöglicht. Für ONE EIGHTY kombinierte Kaufman ein Mittelrohr für das Stromkabel mit zwei asymmetrisch angebundenen Streben, die beim Kippen eine Friktion erzeugen und den Schirm damit auf einfache und clevere Weise verstellbar machen. Durch den zusätzlichen Innenreflektor und den glanzvernickelten Abschlussring des schmal zulaufenden, archetypisch anmutenden Schirms wird die Leuchte besonders hochwertig. Da beim Verstellen der Leuchte starke Kräfte auf das Material wirken, erwies sich die von Kaufman in seiner Werkstatt ausgetüftelte Low-Tech-Idee in der Produktion als besonders anspruchsvoll: Die Aluminium-Drückteile, die auf einen Zehntelmillimeter genau passen müssen, werden von Industrierobotern hoch präzise gefertigt. Die Wandleuchte wurde von serien zu einer Produktfamilie mit Spots, Decken- und Pendelleuchten in verschiedenen Größen weiterentwickelt, erhältlich in gebürstetem Aluminium sowie in schwarzer oder weißer Lackierung. Ihren Namen verdankt ONE EIGHTY ihrem Gelenk, mit dem sich der Kopf um 180 Grad schwenken lässt.
ELANE
- ENTWURFSJAHR
2005
- DESIGNER
- Jakop Timpe
- BAUZEIT
2009–2021
- STÜCKZAHL
ca. 750
- Farben
Silber oder Schwarz, weißer Schirm
- Material
Aluminium-Strangpressprofile, Aluminiumblech, Stahlguss, Stahldrehteile, Federstahl, Polycarbonat (textilkaschiert)
- Technologien
Strangpressprofile (gesägt und gebogen), Drehteile, Metallguss (überdreht), Polycarbonat-Stanzteile, Federstahl (gelasert)
- Größen
Table (kurz): Schirm 155 mm / Ø 180 mm, Sockel Ø 240 mm, Gesamthöhe 500 mm
Table (lang): Schirm 155 mm / Ø 180 mm, Sockel Ø 240 mm, Gesamthöhe 1000 mm
Floor: Schirm 155 mm / Ø 180 mm, Sockel Ø 240 mm, Gesamthöhe 1085 mm
- Versionen
ELANE Table short, ELANE Table long, ELANE Floor
- Einführungspreis
Table: 480 €, Floor: 560 €
- Leuchtmittel
Niedervolt-Halogenglühlampe, QT 50 W / GY 6.35
- Licht
nach oben und unten direkt, durch Lampenschirm rundum weich gestreut
- Regelung
Ein- / Ausschalten anfangs über Potentiometer am Leuchtenkopf, später über Kippschalter; stufenlose Dimmung über Drucktaster im Sockel
- Verstellbarkeit
360° flexibel
- Besonderheiten
anfangs mattierte Glühlampe, nach „Matt-Verbot“ klare Glühlampe mit aufgeschraubtem mattiertem Glaskolben
- Awards
DDC Auszeichnung „Gute Gestaltung“ (Bronze, 2010)
Akrobatischer Doppelarmschwung
Der Designer Jakob Timpe präsentierte serien die Skizzen einer Leuchte, die funktionale Verstellbarkeit mit einem ausgeklügelten Doppelarm verband und eine beinahe akrobatisch-elegante Linie in den Raum zeichnete. Die Entwicklung des Gelenks für ELANE, das im schmalen, nur 13 Millimeter starken Rohr des Leuchtenarms enorme Kräfte halten muss, sollte sich über mehrere Jahre hinziehen: serien testete die Zuverlässigkeit verschiedener Gelenkvarianten mit Versuchsaufbauten, die in ständiger Bewegung gehalten wurden. Ein serien-Mitarbeiter fand die Lösung schließlich in der Deckelmechanik seines Laptops und entwickelte ein Gelenk aus aufeinander geschichteten, konturierten und geschlitzten Scheiben. Gemeinsam mit Timpe gestaltete serien zudem einen vom Ursprungsentwurf abweichenden Schirm, bei dem Stoff auf eine Polycarbonatfolie kaschiert wird, um im leuchtenden Zustand eine wohnlichere Anmutung zu erreichen. Als ELANE schließlich 2009 auf der Mailänder Euroluce präsentiert wurde, kam der Chef der Firma Fontana Arte, die den gegenüberliegenden Stand hatte, zusammen mit dem damaligen Fiat-Präsidenten (und vormaligen Ferrari-Chef) Luca Cordero di Montezemolo auf den Messestand, um ihm begeistert den ausgeklügelten Doppelarmmechanismus von ELANE vorzuführen.